Testbericht: YAMAHA XT 660 Z TÉNÉRÉ

YAMAHA XT 660 Z TÉNÉRÉ

Testbericht: YAMAHA XT 660 Z TÉNÉRÉ

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Es ist sicher keine Piste darunter, die das Fahrwerk in Verlegenheit bringen könnte...

Die Ténéré: Kaum ein anderes Motorrad transportiert soviel Sehnsüchte und Fernweh. 25 Jahre nach der Erstausgabe präsentiert Yamaha nun die sechste Generation der legendären Enduro.

Es ist verdammt lang her, dass ich mit so einem Ding gefahren bin. Das Ding heißt Ténéré und sie hat optisch mit ihrer Ur-Großmutter, die vor 25 Jahren das Licht der Welt erblickte, nichts mehr zu tun. Die Ténéré dieses Jahrtausends ist schlank, nicht mehr so bullig wie ihre Vorgängerinnen. Einen entscheidenden Beitrag zu diesem hageren Outfit leistet der schmale Tank; dass dieser an die 23 Liter Benzin fassen soll, sieht man ihm auf den ersten Blick gar nicht an.

Es ist sicher keine Piste darunter, die das Fahrwerk in Verlegenheit bringen könnte 

Auch sonst ist die »Neue« eine flotte Erscheinung. Die Designer haben sie ansehnlich gestaltet und sich dabei mächtig ins Zeug gelegt. Nichts ist geblieben wie es war, bis auf den Motor ist alles neu. Rahmen, Schwinge, Federbein und Gabel – das komplette Fahrwerk wurde überarbeitet. Damit zeigt Yamaha, wie ernst es dem Unternehmen mit der Neuauflage ist. Die Konstrukteure hätten ebenso gut einen größeren Tank und eine Verkleidung an die XT 660 R stricken und ein Schild mit der Aufschrift »Ténéré« draufpappen können. Haben sie aber nicht. Dann wäre wahrscheinlich – und mit Recht – der Wüsten-Single bei der noch immer recht großen Fangemeinde durchgefallen, denn die erwarten eine würdige Nachfolgerin. Trotz all der Neuerungen blieb eine Tugend der Ténéré unangetastet: ihre Schlichtheit. Ein Aufatmen zog durch die Reihen der Fernwehgeplagten, als die ersten technischen Details bekannt wurden. Kein Schnick und kein Schnack denunziert den Einzylinder zu einem »Ich sehe nur so aus, als könnte man mit mir auf große Tour gehen« -Bike. Gut, einige Attribute an den Zeitgeist finden sich jetzt, wie das Cockpit. Heutzutage macht man solche Dinge eben digital, nur der runde Drehzahlmesser erinnert ein wenig an die alten analogen Zeiten.

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Im Internet:
www.motorradabenteuer.de

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